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Wie schnell regeneriert sich die Lunge, wenn man mit dem Rauchen aufhört?
Eine gute Nachricht: Die letzte Zigarette birgt sofortige Regeneration
Raucher haben kaum eine Ahnung davon, dass sich Lunge und Bronchien recht schnell regenerieren können, wenn sie aufhören würden. Der Teer in Rauchwaren ist die tückischste Substanz, die als feiner Dampf über den Rauch inhaliert wird und die Lungenbläschen belegt.
Der Körper kann sich sehr schnell regenerieren
Die gute Nachricht ist, dass in dem Moment, in dem jemand das Rauchen sein lässt, sich der Körper schnell regenerieren kann. Wer mit dem Rauchen aufhört, kann in wenigen Minuten und zwei Wochen danach viele positive Wirkungen erleben. Nach 20 Minuten beginnt der Körper mit der fühlbaren Regeneration.
Was passiert innerhalb der ersten 48 Stunden?
Weniger als eine halbe Stunde benötigt der Körper nach der letzten Zigarette, um seinen eigenen Normalblutdruck wieder herzustellen und auch die Körpertemperatur normalisiert sich durch eine sofortige bessere Durchblutung. Innerhalb der darauffolgenden 8 Stunden regelt sich der Kohlenstoffmonoxid Spiegel des Körpers auf „normal“ ein und nach 24 Stunden beginnt das Risiko, an einem Herzinfarkt zu leiden, zu schrumpfen. Raucher bemerken nach 48 Stunden eine Verbesserung ihrer Geschmackserlebnisse und können auch Düfte wieder besser wahrnehmen.
Regeneration nach zwei Wochen bis zu einem Jahr
Wer das Rauchen aufhört, darf sich bereits zwei Wochen nach Beendigung dieser Belastung darauf freuen, dass die Lungen 30 % besser arbeiten können, was sich deutlich auf das allgemeine Lebensgefühl auswirkt. Gleichzeitig ist zu diesem Zeitpunkt der Blutdruck bereits völlig stabilisiert. In den darauffolgenden Monaten beginnt der Körper, sich von den Belastungen weiter zu reinigen. Der Husten wird nachlassen und die Kurzatmigkeit, die Raucher oft aufweisen, verschwindet. Gleichzeitig erhält der Mensch neue Energien und fühlt sich nicht mehr so abgeschlagen. Im Laufe der Monate regenerieren sich die Flimmerhärchen in den Bronchien und können weiteren Schleim abtransportieren. Insgesamt reinigt sich das ganze Lungensystem und die Gefahr, an Infektionen zu erkranken, verringert sich deutlich. Nach einem Jahr hat sich das Herzinfarktrisiko um die Hälfte verringert.
Bedrohliche Krankheitsrisiken verringern sich in den Folgejahren
Das Risiko, an einem Schlaganfall zu erkranken, hat sich nach 5 Jahren deutlich reduziert und wer 10 Jahre nicht mehr raucht, unterliegt nur noch der Hälfte der Gefahren, an Krebs der Luft- oder Speiseröhre oder im Mund zu erkranken. Schließlich ist nach 15 Jahren das Risiko, an Herzerkrankungen zu erkranken auf das eines Nichtrauchers geschrumpft.
Bei solch positiven Aussichten ist es sicher auch der Wunsch eines Rauchers, sich in eine solche Richtung zu bewegen. Ansporn bieten jedenfalls solche günstige Erkenntnisse über die Regenerationsfähigkeit der Lunge sicherlich.
Was ist eine Raucherlunge?
In der Umgangssprache wird die Erkrankung COPD oder chronisch obstruktive Lungenerkrankung gemeinhin als Raucherlunge bezeichnet. Sie tritt vor allem bei Rauchern und Passivrauchern auf, kann jedoch auch das langjährige Einatmen von Feinstaub als Ursache haben. Eine Raucherlunge kann darüber hinaus ebenso entstehen, wenn es eine genetische Vorbelastung gibt. So können Personen, die einen so genannten Alpha-1-Antitrypsin-Mangel aufweisen, schneller an COPD erkranken als Personen, die diesen Mangel nicht aufweisen.
Die Entstehung der Raucherlunge
Die Raucherlunge bezeichnet eine Erkrankung, bei der eine chronische Bronchitis gemeinsam mit einer Verengung der Bronchien auftritt. Durch das tägliche Rauchen mehrerer Zigaretten über einen bestimmten Zeitraum hinweg, werden die Flimmerzellen in der Lunge zerstört. Diese Zellen sind dafür verantwortlich, dass eingeatmete Schmutzpartikel gebunden und ausgehustet werden. Da die Flimmerzellen durch das Rauchen inaktiv werden, kann der Schleim, den die Lunge normalerweise produziert, nicht abgehustet werden. Somit können sich Bakterien schnell ausbreiten und zu Entzündungen führen. Durch häufige Entzündungen verdicken sich die Bronchienwände und durch die verstärkte Schleimbildung weiten sich die Lungenbläschen. Auf diese Weise entsteht Atemnot bei den betroffenen Personen, die sich erst nur bei starker körperlicher Belastung und schon bald bei leichter Anstrengung bemerkbar macht und den Patienten normales Atmen unmöglich macht.
Symptome, Diagnose und Behandlung der Raucherlunge
Personen, die an einer Raucherlunge erkranken, merken dies zuerst an häufig wiederkehrendem Husten, der trocken sein kann oder von Auswurf begleitet wird. Durch diesen langjährigen Husten werden die Bronchien, sowie das Gewebe der Lungenflügel immer weiter beschädigt, sodass es zu Atemnot durch eine Behinderung des Atemstroms kommt. Das Atmen fällt einem immer schwerer und man ist schon nach der leichtesten Anstrengung komplett außer Atem. Treten diese Symptome auf, sollte man das Rauchen schleunigst aufgeben und einen Arzt aufsuchen. Dieser kann durch eine Röntgenuntersuchung oder eine Computertomografie eine genaue Einschätzung des Stadiums der Raucherlunge erlangen und wird in weiterer Folge Medikamente verschreiben, die die Atemnot vermindern oder zum Teil verhindern. Des Weiteren wird dem Patienten ein medizinisches Training empfohlen, um die Lungenfunktion wieder zu verbessern. In einem Großteil der Fälle gelingt es den Patienten, ihre gesunde Lungenfunktion wiederzuerlangen. Dies ist jedoch nur möglich, wenn man ausgiebiges Training betreibt, nie wieder zur Zigarette greift und sich auch nicht passiv übermäßigem Zigarettenrauch aussetzt.
Was ist ein Raucherhusten?
Unter einen Raucherhusten versteht man eine chronische Bronchitis, welche durch Zigaretten- und Tabakrauch entsteht, denn die im Zigarettenqualm enthaltenen freien Sauerstoffradikale wirken schädlich auf die Lunge ein. Hiervor versucht die Bronchie des Betroffenen sich nun zunächst durch eine vermehrte Schleimbildung zu schützen. Die für den Abtransport dieses Schleimes zuständigen Flimmerhärchen werden jedoch durch das Rauchen zunehmend geschwächt und gelähmt und sterben schließlich ab. Aus diesem Grund können die des Härchen Staubpartikel oder den Speichel nicht wieder aus der Luftröhre hinausbefördern. Daher kommt es beim Raucherhusten zu lange andauernden und recht hartnäckigen Verschleimungen. Besonders in den Morgenstunden gesellen sich beim Betroffenen noch Husten und Auswurf hinzu. Später verengen sich die Bronchien durch die chronische Bronchitis dann so sehr , dass auch noch Atemnot entsteht.
Wird der Raucherhusten in diesem Stadium nicht behandelt oder raucht der Betroffene noch weiter, kann es zu einer bleibenden Schädigung der Lunge kommen.
Zuerst macht die Krankheit sich durch Kurzatmigkeit und durch pfeifende Geräusche während des Ausatmens bemerkbar. Zunächst treten diese Symptome nur bei körperlicher Belastung auf. So fällt dem Betroffenen zum Beispiel das Treppenschweigen schwerer als üblich. Schreitet die Krankheit jedoch unbehandelt fort, können diese Symptome jedoch zu einer alltäglichen Begleiterscheinung werden. Auch die normalen Atemwegsinfektionen machen einem vom Raucherhusten Betroffenen mehr zu schaffen und treten zudem öfter als sonst üblich auf. Zudem dauern die Infektionen auch länger an als bei einem Gesunden.
Treten erste Symptome des Raucherhustens auf, sollte der Betroffene seine Lungenfunktion überprüfen lassen. Wenn diese beeinträchtigt ist, kann der Lungenfacharzt weiterhelfen. Der Raucherhusten ist nicht heilbar, kann aber in seinem weiteren Fortschreiten durch Medikamente, körperliches Training oder eine Sauerstoffbehandlung zumindest gestoppt werden. Als Trainingsmaßnahmen sollte vor allem Ausdauersport wie Schwimmen, Gehen oder Radfahren ausgeübt werden. Auch gibt es spezielle Lungensportgruppen, die von einem Arzt betreut werden. Medikamentös wird der Raucherhusten mit sekret lösenden Mitteln behandelt. Auch sollten die Betroffenen viel Flüssigkeit zu sich nehmen, da dies die Schleimlösung fördert. Hier können zum Beispiel Husten- und Bronchialtees getrunken werden.
Zudem sollten die Betroffenen das Rauchen aufgeben, da sich sonst aus dem Raucherhusten eine schwere Lungenerkrankung oder Lungenkrebs entwickeln können. Auch das Passivrauchen sollte vermieden werden.
Was ist ein Raucherbein?
Umgangssprachlich wird von einem Raucherbein gesprochen, wenn die Durchblutung des Beins durch eine Verengung der Arterie gestört ist. Im Extremfall kann es auch zu einem Totalverschluss der Arterie kommen. Mediziner sprechen in diesem Fall von einer Peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK). Rauchen ist nicht die einzige denkbare Ursache einer PAVK, stellt aber einen erheblichen Risikofaktor dar. Es begünstigt das Entstehen einer PAVK gleich auf mehrfache Weise. Zunächst werden mit dem Rauch auch kleine Partikel inhaliert, die sich in den Blutgefäßen ablagern können. Hinzu kommt, dass Nikotin eine Verengung der Blutgefäße bewirkt. Schließlich erhöht sich durch das Rauchen auch der Blutdruck, weswegen es langfristig zu Schädigungen der Arterien kommen kann.
Symptome
Anfangs verläuft die Erkrankung meist symptomfrei und wird daher erst relativ spät bemerkt. In einem späteren Stadium treten Schmerzen in der Beinmuskulatur bei Belastung auf. Am häufigsten treten diese Schmerzen in der Wade auf. Die Schwere der Erkrankung wird in diesem Stadium anhand der schmerzfreien Gehstrecke klassifiziert. Kann der Patient weniger als 200 m ohne Schmerzen zurücklegen, ist ein sehr bedrohliches Stadium der Erkrankung erreicht. In diesem Stadium ist das betroffene Bein oft blass und fühlt sich kalt an. Allerspätestens jetzt muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, es droht die teilweise Amputation des betroffenen Beins. In einem noch späteren Stadium treten Schmerzen auch in Ruhe auf. Häufig müssen Patienten in diesem Stadium der Erkrankung nachts das Bein über die Bettkante hängen lassen, um noch eine minimale Durchblutung des Unterschenkels und des Fußes zu erreichen. In horizontaler Lage können die Schmerzen aufgrund der fehlenden Durchblutung unerträglich werden. Dieses Stadium der Erkrankung ist nahezu immer von Nekrosen begleitet, also dem Absterben von Gewebe. Zehen verfärben sich dabei schwarz und am Bein treten nicht heilende Wunden auf.
Therapie eines Raucherbeins
Es gilt, möglichst frühzeitig alle beeinflussbaren Risikofaktoren auszuschalten. Zunächst sollte unbedingt das Rauchen eingestellt werden. Liegen Diabetes oder andere Stoffwechselerkrankungen vor, sollte eine optimale Einstellung der Blutwerte durch Medikamente und eine angepasste Ernährung angestrebt werden. Daneben ist ein regelmäßiges Gehtraining die wichtigste therapeutische Maßnahme. Das Risiko eines Gefäßverschlusses kann durch die Einnahme von Medikamenten zur Hemmung der Blutgerinnung verringert werden. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, sind gefäßchirurgische Eingriffe notwendig. Dabei wird die Arterie gereinigt und geweitet, in einigen Fällen auch mittels eines kleinen Röhrchens („Stent“) offen gehalten. Reicht dies nicht aus, wird der erkrankte Teil der Arterie entfernt und durch einen Bypass ersetzt. Letztes Mittel ist die teilweise Amputation des Beins unterhalb der Verschlussstelle.